Am 17. Oktober zog die von der CGIL mitgetragene Kampagne „La Via Maestra“ durch Rom und verband erhebliche Teilnehmerzahlen aus unterschiedlichen Regionen zu einem eintägigen Protest für Arbeit, Sozialstaat und Verfassungsprinzipien. Die Organisatoren stellten die Erhöhung realer Löhne, die Beschleunigung von Tarifverhandlungen und stärkere Investitionen in öffentliche Dienste in den Mittelpunkt; angekündigte Abschlusskundgebungen sollten am Nachmittag in Piazza del Popolo stattfinden. Zahlreiche regionale Verbände – von Aktivistengruppen bis zu kommunalen Sektionen großer Gewerkschaften aus Nord‑ und Süditalien – hatten Zugpendler und Buskolonnen nach Rom entsandt, worüber lokale und nationale Medien ausführlich berichteten.
Die Presseanalyse zeigt zwei parallel laufende Debatten: Einerseits die soziale Agenda der Demonstranten, die unmittelbare Einkommens‑ und Rentenverbesserungen verlangt; andererseits die politische Dimension, weil Oppositionsparteien die Plattform aufgriffen und die Regierung zur Kurskorrektur aufforderten. Berichte aus regionalen CGIL‑Sektionen hoben zudem spezifische Forderungen hervor — etwa zur Stabilisierung von Dienstleistungs‑ und Gesundheitsverträgen –, was die nationale Forderungsliste konkretisierte und den Protest als gesamtstaatliches Thema verbindest.