Kurzmeldung
Bologna hat für 2025 und das erste Quartal 2026 eine Zunahme kongressbezogener Aktivitäten sowie steigende Ankünfte und Übernachtungen berichtet und angekündigt, diese Entwicklung durch gezielte Maßnahmen zu stützen. Bei einer Informationsveranstaltung im MUBIT legten Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, der Region und der Destination Management Organization Bologna Welcome Daten vor: für Januar–April 2026 nennt Bologna Welcome einen Zuwachs bei Ankünften und Übernachtungen gegenüber 2025, in anderen kommunizierten Zeiträumen werden für das erste Quartal 2026 Anstiege von rund vier Prozent bei Ankünften und sechs Prozent bei Übernachtungen genannt. Regionale Statistiken der Emilia-Romagna bestätigen einen positiven Beginn des Jahres 2026 für die gesamte Region. (Stand der genannten Zahlen: Veröffentlichungen der Stadt Bologna, Bologna Welcome und regionale Statistiken 2025–2026.)
Die Stadtverwaltung bezeichnet das Kongresssegment als strategisch wichtig, weil es tendenziell längere Aufenthalte und höhere Pro‑Kopf‑Ausgaben mit sich bringt. Operative Zielrichtungen sind die Destagionalisierung, stärkere Verknüpfung von Veranstaltungsorten mit öffentlicher Infrastruktur und eine bessere Abstimmung zwischen Leitmessen, Fachkongressen und begleitenden Formaten in der Region Emilia-Romagna. Namentlich genannte Akteure in diesem Zusammenhang sind BolognaFiere und das Bologna Convention Bureau, die für Messe- und Kongressinfrastruktur beziehungsweise Akquise und Betreuung von Tagungen zentrale Rollen übernehmen.
Zur Einordnung einer nationalen Platzierung weisen die Beteiligten auf Methodikabhängigkeit hin: Ranglisten variieren nach Indikator (Anzahl der Veranstaltungen, Teilnehmende, Messungen durch ICCA o.Ä.) und Berichtszeitraum. Eine pauschale Aussage wie „zweiter Platz in Italien“ lässt sich aus den vorliegenden Pressemitteilungen nicht verlässlich belegen, weil Quelle, Indikator und Jahr nicht einheitlich genannt werden.
Wirtschaftliche Effekte betreffen vor allem Hotellerie, Gastronomie und Dienstleister; zugleich bleiben Fragen offen zur räumlichen Verteilung der Erlöse, Belastungsspitzen in Innenstadquartieren sowie Arbeitsbedingungen in Veranstaltungs‑ und Gastgewerbe. Diese Punkte sollen in der Folge mit Betrieben und Sozialpartnern abgestimmt werden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).