Wirtschaft

Banca d’Italia schaltet neues Statistikportal frei

Die italienische Zentralbank hat ihr Portale delle Statistiche präsentiert. Es bündelt Daten, Metadaten und Visualisierungen; die Base Dati Statistica bleibt erreichbar.

Die Banca d'Italia hat am 19. Oktober 2026 in Rom ihr neues Portale delle Statistiche vorgestellt. Nach Angaben der Zentralbank bündelt die Plattform statistische Inhalte zu Wirtschaft und Finanzsystem, bietet Metadaten und interaktive Visualisierungen und erleichtert den Zugang für Öffentlichkeit, Medien und Forschung. Laut Teleborsa wurde das Portal ab dem 20. Oktober 2026 allgemein verfügbar gemacht. Die bisherige Base Dati Statistica bleibt als öffentliches Data Warehouse bestehen.

Inhaltlich integriert das Portale delle Statistiche die bisherigen Reihen "Statistiche" und erschließt ergänzende Angebote, darunter Hinweise zu Microdaten des Research Data Center. Die Bank hebt Funktionen für den Vergleich von Zeitreihen, auch mit internationalen Reihen, sowie barrierearme Darstellungen hervor. Erklärtexte zu Indikatoren sollen die Interpretation der Kennzahlen verbessern. Zugangsverfahren zu geschützten Microdaten bleiben in den einschlägigen Bereichen der Statistikseiten geregelt.

Der Start fiel zusammen mit der Giornata europea della Statistica am 20. Oktober, die von ISTAT und Eurostat unterstützt wird. Die Zentralbank ordnet das Projekt in ihre Transparenzziele ein. Bereits im Frühjahr 2026 veröffentlichte sie eine Marktmitteilung zu digitaler Resilienz und dem Einsatz fortgeschrittener Modelle der Künstlichen Intelligenz; das neue Portal soll die Nachvollziehbarkeit statistischer Informationen erhöhen, ohne an den bestehenden Zugangsregeln für sensible Daten zu rütteln.

Für Nutzerinnen und Nutzer ändert sich vor allem die Navigation: Themenseiten bündeln Publikationen, Datensätze und begleitende Dokumentation. Metadaten verweisen auf Definitionen, Erhebungsmethoden und Revisionspolitik. Für professionelle Anwender ist relevant, dass Zeitreihen weiterhin gemäß dem Statistik-Veröffentlichungskalender der Banca d'Italia erscheinen; die Bank stellt klar, dass bestehende Abrufkanäle und Programmierschnittstellen der Base Dati Statistica unverändert nutzbar bleiben.

Offen ist, in welchem Takt zusätzliche Microdatensätze über das Research Data Center zugänglich gemacht werden. Die Banca d'Italia kündigt hierzu weitere technische Hinweise an. Unabhängig davon betont sie, dass Qualitätsstandards, Dokumentation und Versionierung der Statistiken zentral nachvollziehbar sind. Damit zielt die Reform auf mehr Konsistenz zwischen Veröffentlichungen, bessere Vergleichbarkeit über Zeit und Länder hinweg und einen niedrigeren Zugangsschwellenwert für Bildung, Medien und Forschung.

Die Mitteilung der Zentralbank ist maßgeblich für Termin und Inhalt der Einführung; abweichende Datumsangaben in Medien beziehen sich auf die operative Freischaltung am Folgetag. Eine Änderung des rechtlichen Rahmens folgt daraus nicht; die Veröffentlichungspraxis bleibt an die bestehenden Regeln der Banca d'Italia und die europäischen Statistikstandards gebunden.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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